Ferrari 308 GTB Produktionszahlen


Die überwiegende Zahl der Publikationen zum Thema Ferrari besagt, dass zwischen 1975 und 1980 insgesamt 2897 Vergaser-308 GTB gebaut wurden. Allerdings wurde auf der Ferrari Owners Site zum 30. Geburtstag des 308 GTB ein Artikel veröffentlicht, der folgende Produktionszahlen erwähnt, aus denen sich eine Gesamtzahl von 2993 308 GTB ergibt:

308 GTB (Fiberglas) 1975 — 1977   808  (s/n 18677 — 21289)
308 GTB (Stahl)  1977 — 1980  2185   (s/n 20805 — 34329)
308 GTS   1977 — 1980  3219   (s/n 22619 — 34501)
208 GTB  1980 — 1982  160    (s/n 31219 — 41329)
208 GTS  1980 — 1982  140  (s/n 31249  — 41265)
308 GTBi 1980 — 1982  494  (s/n 31327 — 43059)
308 GTSi   1980 — 1983  1743  (s/n 31309 — 43079)
308 GTB QV    1982 — 1985  748  (s/n 42809 — 59071)
308 GTS QV  1982  — 1985  3042  (s/n 41701 — 59265)
208 GTB Turbo  1981 — 1985   437  (s/n 41357 — 59277)
208 GTS Turbo  1982 — 1985  250   (s/n 42863 — 59279)
308 GTB Michelotto*   1978 — 1985    15  (s/n 08380 — 31559)

Eine weitere Quelle aus Grossbritannien, die sich ebenfalls auf Werksangaben beruft, spricht hingegen nur von 2721 Vergaser-308 GTB! Die korrekte Produktionszahl wird wohl nie völlig geklärt werden, vermutlich könnte – wenn überhaupt – nur in den Archiven von Ferrari bzw. Ferrari Classiche eine verlässliche Antwort gefunden werden.

Laut dieser Tabelle lautet die letzte Chassisnummer für einen Vergaser-308 GTB 34329. Es sind aber einige Fahrzeuge mit höheren Chassisnummern bekannt. Dazu passt die ebenfalls aus dem Hause Ferrari stammende Angabe, der letztgebaute sei 34503... daher sind die Zahlen aus der Tabelle sicher nicht als der Weisheit letzter Schluss zu betrachten.

Auch sind eine Reihe von Fahrzeugen bekannt, die Nummern unterhalb von 20805 tragen, dennoch definitiv eine Stahlkarosserie besitzen. Dies gilt im Besonderen für US-Versionen.

Die ersten Fahrzeuge wurden mit Karosserien aus glasfaserverstärktem Kunststoff (Fiberglas/Vetroresina) ausgerüstet, ab Mitte 1977 wurden die Karosserien dann aus Stahl gefertigt. Es heißt, die ersten 712 Autos hatten eine Kunststoffkarosserie, die restlichen 2185 Stück sind Stahlmodelle. Die Werksangabe spricht allerdings von 808 Vetroresina-Einheiten – eine weitere Ungereimtheit.

Wie kann man – auch ohne Magneten – die beiden Karosserievarianten unterscheiden? Die Kunststoff-Karossen besitzen am Übergang der A-Säule zum Dach eine kleine Sicke. Weitere Unterscheidungsmerkmale bei den Euro-Versionen: die Fläche zwischen den Rückleuchten ist bei Kunststoffautos plan, während die späteren Stahlmodelle eine Vertiefung für das Nummernschild aufweisen. Des Weiteren sind die Rückfahrleuchten bei den Stahlmodellen aus der Stoßstange in das Zentrum der Blinkleuchten gewandert.